Das Ende der Kommunikation

Spam im T-Z-O GästebuchHeute bei Dr. Weblog und einigen anderen Blogs zu lesen sind diverse Beiträge über Spam in Kommentaren und/oder Gästebüchern.

Nachdem man früher bei Google eingetragen sein musste, ist es nun eher ein Nachteil? Wo man früher irgendwelchen unverwertbaren HTML-Code gehackt hat, ist heute alles Standardkonform und auch von Bots erfassbar? (nein, ich will nicht zu Tabellen-Layouts und JavaScript-Menüs zurück!)

Als man den Käse noch selbst programmiert hat, war alles besser? Kaum... immerhin waren die Systeme so unterschiedlich, dass es sich nicht gelohnt hat, Spambots dafür zu schreiben. Heute setzen die allermeisten Systeme auf vorgefertigten Open Source Lösungen auf.

Wenn ich mit einem Bot 10.000 WordPress Blogs und 200.000 Gästebucher vollspammen kann, dann darf ich daran auch einige Stunden programmieren.

Wer ist denn der schuldige fragt Dr. Weblog... Ich habe da meine eigene Theorie:

Schuld ist ganz vorne mal Google. Erstens, weil sie groß, reich und mächtig sind und zweitens weil Google den PageRank (unter anderem) auf Grund von Verlinkung errechnet. Außerdem weil es die Suchmaschine mit dem größten Marktanteil ist und man daher ja dort unbedingt auftauchen muss.

Schuld ist aber auch eine andere Gruppe: Die Betreiber der Blogs und Gästebücher! Wenn 20.000.000 Spameinträge in verrottenden Webpräsenzen aus den goldenen ISDN-Tabellenlayout-Netscapeoptimiert-für800x600-Internettagen dafür sorgen, dass irgendeine Kiddie Ringtone Seite weiter oben bei Google steht, dann hat sich der Mist doch schon gelohnt.

Man kann also schlecht sagen, Google oder andere Suchmaschinen sind schuld, denn die Methode funktioniert nur, weil sich die Sache lohnt. Im Grunde also das gleiche wie bei den Phishing Mails.

Passend zum Thema:

Stress mit Gästebüchern

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